Immer verschärfter tritt das Problem der Renten und der Finanzierung dieser auf den Plan der Öffentlichkeit und der Politik – und im gleichen Atemzug kümmern sich noch zu wenige Menschen darum, dass ihr Auskommen auch nach der Berufstätigkeit und im Alter abgesichert ist. Das Grundproblem der Finanzierung lautet dabei schon jetzt: Es gibt zu wenige Beitragszahler, die zu viele Rentenauszahlungen finanzieren müssen. Und ist das Problem bereits jetzt präsent, so wird es sich in der Zukunft immer weiter zuspitzen. Dabei gibt es gleich mehrere Ursachen für diese missliche Lage.
Zum einen wäre da der oft zitierte demographische Wandel zu nennen. Die Gesellschaft verändert sich stark, immer weniger Kinder werden geboren, die Lebenserwartung der Menschen steigt zudem stark an, die Renten werden also über einen längeren Zeitraum hinweg bezogen. Die typische Urnenform, die den Demographischen Wandel grafisch darstellt, zeigt deutlich, dass dieser Trend in den kommenden Jahren immer drastischer wird und die Bevölkerung so im Durchschnitt immer älter wird. Es stellt sich also zwangsläufig die Frage, wie die Renten n Zukunft finanziert werden sollen.
Mit diesem Problem geht ein weiteres Hand in Hand: Das Problem des Generationenvertrags. Mit diesem Vertrag werden diejenigen abgesichert, die aktuell in die Rentenversicherung einbezahlen. Da die Renten aktuelle durch ein Umlageverfahren finanziert werden, bedeutet das, dass die aktuell einbezahlten Beiträge nicht etwa angespart werden, um damit später die Auszahlungen an diejenigen finanzieren zu können, die heute einzahlen, sondern durch dieses Umlageverfahren werden mit den aktuellen Einzahlungen auch die aktuellen Rentenauszahlungen finanziert. Im Zusammenhang mit dem Demographischen Wandel wird hier nur allzu deutlich, dass die Zukunft entweder so aussieht, dass die Rentenbeiträge enorm ansteigen werden oder die Rentenauszahlungen enorm gekürzt werden müssen. Denn schließlich wird allen, die aktuell in die Rentenversicherung einbezahlen zugesichert, dass auch sie im Alter Rentenbezüge erhalten werden. Zu diesen beiden Problemen gesellt sich ein Drittes: Die Arbeitslosigkeit. Da nur Arbeitnehmer in die Rentenversicherung einzahlen, entsteht durch hohe Zahlen der Arbeitslosigkeit ein weiteres Defizit, dass zu verschiedenen unangenehmen Konsequenzen in der Zukunft führen wird.
Die angeführten Probleme sollten bei allen Arbeitnehmern, die ihre Zukunft finanziell gesichert wissen möchten, einen Alarm auslösen. Doch wenn auch die gesetzliche Rentenversicherung in Zukunft auf viele Probleme und Rückschläge stoßen wird, so haben Arbeitnehmer dennoch die Möglichkeit, mit einer privaten Rentenversicherung ihr Auskommen im Alter abzusichern und so für einen angenehmem Lebensabend zu sorgen, der allen zusteht, die Jahre lang hart für ihr Geld gearbeitet haben. Private Rentenversicherungen werden von verschiedenen Gesellschaften angeboten. Dabei zahlen die Versicherten während ihrer Arbeitszeit regelmäßig festgesetzte Beträge in die Versicherung ein, die bereits bei Vertragsabschluss festgelegt werden. Auf diese Art können die eingezahlten Beträge von der Höhe des Einkommens abhängig gemacht werden. Bei Versicherungsabschluss wird außerdem ein Alter festgelegt, zudem die Auszahlung der Beträge beginnen kann. Dieses Alter entspricht in der Regel dem üblichen Renteneintrittsalter, also 65 Jahren, bzw. 67 Jahren. Die private Rentenversicherung ist eine Form der Lebensversicherung im Erlebensfall. Jeder Arbeitnehmer sollte über einen Abschluss einer solchen privaten Rentenversicherung nachdenken, um vor den gesellschaftlichen Entwicklungen und ihren Auswirkungen gefeit zu sein.
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